BAGK+R – Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus

Newsletter  -  4/2021  -  16. Dezember 2021

Newsletter der BAG Kirche + Rechtsextremismus 4/2021

Liebe Freund*innen, liebe Leser*innen,

im Jahr 2021 haben wir viel zusammen erlebt – einiges auch wieder vor Ort und im persönlichem Kontakt. Bevor das Jahr nun auch für die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus zu Ende geht, wollen wir Ihnen und Euch noch ein paar Neuigkeiten, Empfehlungen fürs kommende Jahr 2022 und natürlich auch weihnachtliche Grüße senden.

Wir haben diesmal Berichte von Veranstaltungen der letzten Monate, eine neue Website zum „Einsprüche“-Projekt der BAG K+R, eine weitere Handreichung zu „Sexismus und Antifeminismus“, Neuigkeiten aus den Regionen, reichlich Veranstaltungsankündigungen für das kommende Jahr und vieles mehr im Gepäck.

Damit bleibt uns, Ihnen und Euch von Herzen ein paar erholsame Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wüschen.

Auf Fragen, Anregungen und Kritik freut sich mit herzlichen Grüßen

Eure/Ihre Geschäftsstelle der BAG Kirche & Rechtsextremismus


1. Neue Website für „Einsprüche“-Projekt

Die BAG K+R hat eine neue Website für das Projekt „Einsprüche“ entwickelt. Dort finden sich neben der Schriftenreihe „Studien zur Vereinnahmung von Theologie durch die extreme Rechte“ auch weiterführende Beiträge, Anlaufstellen und Veranstaltungshinweise aus dem Themenfeld Theologie und extreme Rechte.

Die Website soll dazu beitragen, ein Netzwerk derer auf- und auszubauen, die sich mit dem Themenkomplex bereits beschäftigen, dazu arbeiten oder einfach mehr erfahren wollen. So finden sich auf dieser Seite beispielsweise auch Debattenbeiträge. Das sind kürzere Artikel oder einzelne Gedanken zu einem Buch, einer Tagung oder einem Diskurs. Darüber hinaus stellt die Website Übersichten zusammen über Veranstaltungen und möglichen Ansprechpersonen, die zum Thema arbeiten. Teil des Projekts ist auch eine Sammlung von Empfehlungen zum thematischen Weiterlesen und Weiterhören.

Hier geht es zur neuen Website: www.einsprueche-bagkr.de

 


2. Neuer Flyer über „Sexismus und Antifeminismus“

Eine neue Handreichung unserer Informationsreihe im Flyer-Format ist erschienen. Die BAG K+R beschäftigt sich diesmal mit Sexismus und Antifeminismus.

Im neuen Flyer schauen wir uns zum einen Sexismus in all seinen Facetten an – was ist Sexismus, wo und wie wirkt er? Zum anderen widmen wir uns der Weltanschauung des Antifeminismus. Ein weiteres Augenmerk liegt auf den Fragen, in welchem Verhältnis Sexismus, Antifeminismus und Gewalt stehen und welche Bedeutung Sexismus und Antifeminismus in der extremen Rechten haben.

Darüber hinaus stellen wir wie gewohnt die Frage, warum das Thema auch für Christ*innen wichtig ist und setzen erste Impulse für den Umgang mit Sexismus und Antifeminismus.

Der Flyer steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit, ist als Printversion bestellbar und wird ab Januar 2022 versandt.

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3. Rückblick: Veranstaltungen der BAG K+R

Rechtspopulismus und Kirche
Tagung zu Identität und Gemeinschaftserleben im „christlichen Abendland“

Im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad fand vom 27.-29. Oktober 2021 die Kooperationstagung mit der Regionalbischöfin des Kirchenkreises Bayreuth, dem EBZ Bad Alexandersbad und dem Bayerischen Bündnis für Toleranz sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus unter dem Titel „Rechtspopulismus und Kirche. Identität und Gemeinschaftserleben im ‚christlichen Abendland’“ statt.

Die Fachtagung widmete sich rechtspopulistischen Bewegungen in Europa, die zunehmend zu einer Herausforderung auch für die Kirchen werden. Diese Bewegungen nehmen für sich in Anspruch, das christliche Erbe des Abendlandes als eines angeblich geschlossenen Kulturkreises zu verteidigen. [weiterlesen]

Für die Tagung konnten internationale Referent*innen aus Kirche, Politik und Ökumene gewonnen werden. Zum Beispiel Dr. Tobias Cremer vom Pembroke College in Oxford. In seinen Vorträgen untersuchte er vergleichend die Entwicklung des Verhältnisses von Rechtspopulismus und Religion in verschiedenen westlichen Staaten. Weitere länderspezifische Ausprägungen wurden von dem Politikwissenschaftler Jan Jüptner aus Prag analysiert, der über Rechtspopulismus und Religion im atheistischsten Land Europas sprach. Der Landeskurator der Ev.-Luth. Kirche Ungarns, Gergely Pröhle, setzte sich in seinem Beitrag mit Nationalpopulismus und patriotischer Christdemokratie in Ungarn auseinander.

Abgerundet wurde das Programm durch diverse Angebote am Abend, um die behandelten Aspekte vom Tag noch einmal zu reflektieren und tiefer in das Thema einzusteigen. Die Veranstalter*innen blicken auf eine absolut gelungene Veranstaltung zurück, mit tollen Begegnungen, spannenden Diskussionen und vielen neuen Anregungen für die weitere Arbeit.

 

NSU-Komplex
10 Jahre nach der Selbstenttarnung: Wie haben sich rechte Szene und Zivilgesellschaft verändert?

Zehn Jahre sind seit der Selbstenttarnung des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) vergangen. Am 4. November 2011 ging in Eisenach ein Wohnmobil in Flammen auf, wenige Stunden später explodierte in Zwickau eine Wohnung. Wohnmobil und Wohnung gehörten zu drei Neonazis, die zwischen 2000 und 2007 neun rassistisch motivierte Morde verübt sowie 43 Mordversuche, drei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle begangen hatten – unterstützt durch ein deutschlandweites extrem rechtes Netzwerk.

Neonazistische Netzwerke, zahlreiche Versäumnisse und rassistische Ermittlungen durch die Sicherheitsbehörden und der unsägliche Umgang mit den Angehörigen der Opfer wurden erst dann bekannt. Der jahrelange Gerichtsprozess im Anschluss ließ viele Fragen offen.

Im digitalen Salon von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus wurde ein Gespräch geführt mit Hannah Zimmermann von der Initiative Offener Prozess aus Chemnitz und der Nebenklageanwältin im NSU-Prozess, Antonia Behrens. Im Mittelpunkt stand die Selbstenttarnung des NSU vor genau zehn Jahren sowie die Folgen, die dies hatte für die rechte Szene sowie die Zivilgesellschaft beziehungsweise für das zivilgesellschaftliche Engagement und Erinnern. Die Aufzeichnung des Gesprächs kann auf YouTube angesehen werden.

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Tagungsbericht
Neurechtes Christentum

Am 5. und 6. November 2021 fand in der Evangelischen Akademie in Loccum die Tagung zum Thema „Neurechtes Christentum“ in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R) statt.

Den Bericht des Evangelischen Pressedienstes (EPD) zur Tagung in Loccum kann man online nachlesen.

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Bericht zur Tagung (epd)

 


4. Aus den Regionen, Landeskirchen und Diözesen

entschwört
Beratung zu Verschwörungsmythen im persönlichen Umfeld

Die globale Pandemie hat gezeigt, dass Teile der Gesellschaft bereit sind, Verschwörungserzählungen als Erklärung und Bewältigungsversuch für Krisen zu übernehmen. Dies drückt sich in Ressentiments, Demokratiefeindlichkeit und nicht zuletzt in Misstrauen gegenüber staatlicher Politik und ihren Institutionen aus. In einigen Familien und Freundeskreisen ist ein offener Dialog oft kaum mehr möglich, wenn Angehörige wissenschaftliche Tatsachen leugnen oder Verschwörungserzählungen im Familienchat teilen: Widerstreitende Vorstellungen stehen einander unversöhnlich gegenüber, Gespräche eskalieren und führen oft zu nichts, weil das Gegenüber für Argumente nicht zugänglich ist.

Dies versetzt uns oft in Unsicherheit und Ohnmacht. Hier setzt das Projekt „entschwört.” von pad – präventive, altersübergreifende Dienste im sozialen Bereich – gGmbH und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) an.

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#offengeht
Bundesweite Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2022

Am Donnerstag, 10. Februar bis Samstag, 12. Februar 2022 online.

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Programmflyer

 


5. Save the Dates

Mitgliederversammlung 2022

Die Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus findet 2022 statt am

6. & 7. Mai 2022 im St. Ansgar-Haus, Hamburg.

Weitere Infos zu Programm und Anmeldung folgen demnächst.

 

Forum 2022

Die Jahrestagung 2022 der BAG K+R findet statt am

11. & 12. November 2022 in der Evangelischen Akademie Frankfurt.

Weitere Infos zu Schwerpunkt, Programm und Anmeldung folgen 2022.

 

Hanau erinnern
Kirchliche Akteur*innen im Einsatz gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Am Freitag, 18. Februar 2022 von 16:00 bis 18:00 Uhr online.

Am 19. Februar 2020 fand in Hanau ein rechtsextremer Terrorakt statt, bei dem neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet wurden. Zahlreiche Fragen zum Anschlag und Umgang mit den Betroffenen sind noch offen.

Wir wollen unter anderem mit der Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, mit Ali Yildirim von der Bildungsinitiative Ferhat Unvar und mit Antje Heigl vom Jugendzentrum k.town in Hanau-Kesselstadt diskutieren: Wie können sich die Kirchen an der kritischen Aufarbeitung des Anschlags beteiligen? Wie kann Solidarität mit den Opfern und ihren Angehörigen aussehen? Wie kann die Selbstreflektion über Rassismus im kirchlichen Raum gestärkt werden?

Im Anschluss an einen Impulsvortrag zu den Ereignissen in Hanau vor zwei Jahren und dem, was seither (nicht) passiert ist, wird es eine Podiumsdiskussion und Austauschrunden zur Vertiefung geben.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung folgen bald.

 

Leben teilen
Die BAG K+R auf dem Katholikentag 2022 in Stuttgart

Vom 25. bis 29. Mai 2022 in Stuttgart.

  1. Umkämpfte Räume? – Rechtspopulismus als zivilgesellschaftliche Herausforderung Freitag, 27. Mai 2022, von 14.00 bis 15.30 Uhr
  2. Im Sog der PLANdemie- Verschwörungsglaube und Esoterik in der Corona-Krise“ Donnerstag, den 26.05.2022 von 14:00 bis 15:30 Uhr
  3. Gender und die neue Rechte – Deutungskämpfe innerhalb und außerhalb der Kirche 27.05.2022 von 14:00 bis 15:30 Uhr
  4. Messestand auf der AGORA im Bereich des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)

Ein ausführlicher Programmflyer zur Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus auf dem 102. Deutschen Katholikentag folgt.

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 6. Vorschau: Termine und Veranstaltungen 2022

Bad Boll Tagung
Neue Rechte und Rechtspopulismus als Herausforderung für Kirche und Theologie

Am Freitag, 25. bis Samstag, 26. März 2022 in der Evangelischen Akademie Bad Boll.

Die Ideologieangebote der Neuen Rechten und des Rechtspopulismus stellen sich häufig mit einem positiven Bezug auf die Kirchen oder die christliche Religion dar. Dies gilt für die Parole von der „Rettung des christlichen Abendlandes“, aber auch für intellektuell anspruchsvollere Texte.

Für die Kirchen ist dies eine ernst zu nehmende Herausforderung: Sie müssen sich gegen falsche Vereinnahmungen wehren, aber auch ihre eigene Theologie selbstkritisch auf mögliche Anknüpfungspunkte für die Ideologie der Neuen Rechten befragen.

Wir werden in dieser Tagung darum mehreren Fragen nachgehen: Was macht die Neue Rechte und den Rechtspopulismus aus und kann deren Ideologie wirklich christlich genannt werden? Welche Rolle spielen die unseligen Traditionen des christlichen Antijudaismus dabei? Wie können die Kirchen mit dieser Herausforderung umgehen?

Die Analyse beschränkt nicht auf Deutschland: Deshalb werden wir darüber diskutieren, wie es sich mit dem Rechtspopulismus in Frankreich, Italien und Osteuropa verhält. Kirche und Theologie sind in Veröffentlichungen und in Diskussionen mit dem Phänomen konfrontiert und müssen sich dazu verhalten.

Diese Tagung will mit Ihnen auf die Suche nach einem sinnvollen und kritischen Umgang mit der Problematik neurechter Ideologie und Theologie gehen. Dazu laden wir herzlich ein in die Evangelische Akademie Bad Boll.

Eine Kooperationsveranstaltung BAG Kirche & Rechtsextremismus, der Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen und der Evangelische Akademie Bad Boll.

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Programm & Anmeldung

 

Tagung
Radikal rechte Refugien

Termine und Vorträge der Online-Diskussionsreihe finden statt im Zeitraum vom 20. Januar 2022 bis 31. März 2022, jeweils donnerstags von 19:00 bis 21:00 Uhr.

Ob Geistliche, die der Querdenken-Bewegung in der Pandemie Gottes Beistand zusprechen, oder die Verbreitung einer biblischen Begründung eines vermeintlichen „Genderwahnsinns“: Christliche Narrative sind schon lange elementarer Bestandteil von radikal rechter Ideologie und von Verschwörungserzählungen. Obwohl führende Köpfe der beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland sich immer wieder klar gegen entsprechende Positionen aussprechen, gibt es nach wie vor zahlreiche innerkirchliche Akteur*innen, die Rassismus, Sexismus, Homofeindlichkeit und Antisemitismus mit vermeintlich christlichen Werten begründen.

Mit welchen Erzählungen und Methoden versuchen einschlägige Kreise immer wieder, Verbindungen zwischen Christentum und radikal rechter Ideologie herzustellen? Welche Scharnierorgane nutzen die Akteur*innen? Und welchen Einfluss haben diejenigen, die solche Argumentationen bemühen, auf Kirche und Gesellschaft?

Die Tagung soll als Standortanalyse dienen und Ausmaß sowie Gefahr von radikal-rechtem Denken in Kirche, Gesellschaft mit einem besonders Blick auf katholische Kontexte untersuchen.

Dazu beleuchten die Referent*innen, Podiumsgäste und Workshopleitenden die unterschiedlichen Zusammenhänge und Spannungsverhältnisse zwischen christlichem Glauben und radikal-rechtem Denken. Durch eine intensive Auseinandersetzung mit Expert*innen, Gläubigen, katholischen Funktionsträger*innen sowie Geistlichen möchten wir neben einer aktuellen Standortbestimmung auch Perspektiven für einen richtigen Umgang mit diesen politischen Fragen in Kirche und Gesellschaft herausarbeiten. Dabei lassen wir uns von der jesuanischen Frage leiten, wie sich Christ*innen und Nicht-Christ*innen gemeinsam für Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit in Politik und Gesellschaft einsetzen können.

Eine Diskussionsreihe des Kompetenzzentrums Demokratie und Menschenwürde der Katholischen Kirche Bayern.

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Programm und Anmeldung

 

Online-Seminar
Christentum von rechts: Theologische Erkundungen und Kritik

Am Dienstag, 01. Februar 2022 um 16:00 Uhr online.

Die Neue Rechte hat auch eine religiöse Seite. Aber es gibt dort nicht nur eine Faszination für Neuheidnisches, sondern auch einen Flügel, der sich dezidiert christlich versteht. M. Fritz gibt einen Überblick über theologische Grundmotive und beleuchtet die Strategien der populistischen Verschärfung von klassischen Anliegen konservativer Christen, die in dieser Sphäre betrieben wird.

Referent: Dr. Martin Fritz, Theologischer Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen

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Anmeldung (bis 31.01.2022)

 

Studientag
Extrem rechtes Denken und christlicher Glaube

Am Mittwoch, 23. März 2022 von 10:00 bis 17:00 Uhr in Nürnberg.

Rechtes Gedankengut macht auch vor Kirchentüren nicht halt. Konservativ geprägte kirchliche Milieus übernehmen gelegentlich Argumentationsmuster und Feindbilder, die auch in extrem rechten Kreisen verbreitet sind. Wie weit reicht der Einfluss von rechts in christliche Gemeinden hinein? Wie kann man zwischen konservativer Frömmigkeit und rechtsextremer Gesinnung unterscheiden? Und wie können Christen gegensätzlicher politischer Überzeugung miteinander im Gespräch bleiben?

Kooperation der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg mit dem Bayerischen Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen.

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7. Neue Publikationen

Buchhinweis
Rechte Normalisierung und politische Theologie

Drohen rechte Positionen „normal“ zu werden in der Gesellschaft? Ausgangspunkt für eine Antwort ist eine sozialwissenschaftliche Analyse rechter Positionen und ihres gesellschaftlichen Kontextes. An welche Diskurse und gesellschaftlichen Entwicklungen schließen diese an? Wie tragen sie dazu bei, nationalistisch-völkische, antifeministische und antidemokratische Positionen zu etablieren? Die theologischen Reflexionen dieses Bandes sehen die Frage nach dem Umgang mit der „rechten Normalisierung“ nicht bloß als eine pragmatische, sondern als eine genuin theologische: Kann eine politische Theologie hier gegensteuern? Welche theologischen Kriterien lassen sich im Rahmen einer Theologie des Reiches Gottes gewinnen? Können sich die Kirchen als neutrale Räume der Begegnung unterschiedlicher Positionen verstehen? Wo braucht es ihre Parteilichkeit und prophetische Unterbrechungen?

Autor*innen: Jan Niklas Collet / Julia Lis / Gregor Taxacher

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