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Liebe Freund*innen, liebe Leser*innen,
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der Sommer ist da – und mit ihm ein Newsletter mit Rückblicken auf bewegte Monate und Hinweise auf kommende Veranstaltungen. Die letzten Wochen waren geprägt von intensiven Begegnungen, fachlichem Austausch und wichtigen Momenten der Vernetzung, etwa bei der Jahrestagung in Berlin oder dem Katholikentag in Würzburg.
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Gleichzeitig setzen wir uns mit den Folgen der Umstrukturierung des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ auseinander. Über das Programm wird die Arbeit der BAG K+R zu großen Teilen finanziert. Wir bereiten uns auf eine neue Interessenbekundungsphase im Sommer vor.
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In der Geschäftsstelle gibt es außerdem eine personelle Veränderung: Wir verabschieden uns von Katharina Berger, die uns seit Anfang 2025 tatkräftig unterstützt hat. Ihr Engagement und ihre sehr gute Arbeit wird uns fehlen. Wir wünschen ihr alles erdenklich Gute für ihre neue Herausforderung!
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Zugleich begrüßen wir Mirjana Mijic sehr herzlich als neue Projektkoordinatorin und freuen uns auf die Zusammenarbeit.
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Wir wünschen eine gute Lektüre und einen möglichst erholsamen Sommer.
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Herzliche Grüße Eure BAG K+R
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1. Rückblick: Unsere Highlights der letzten Monate
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Ein Tag, der Mut macht
Bei der gemeinsamen Jahrestagung der BAG K+R und ASF kamen am 10. Mai in Berlin rund 170 Engagierte zusammen, um sich über Strategien gegen den Rechtsruck auszutauschen und gegenseitig zu stärken. Unter dem Motto „Demokratien unter Druck“ standen aktuelle Herausforderungen für die demokratische Zivilgesellschaft im Mittelpunkt. In Panels, Workshops und persönlichen Erfahrungsberichten wurde deutlich, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement, internationale Vernetzung und demokratische Bildung sind. Ehemalige ASF-Freiwillige berichteten eindrucksvoll, wie prägend ihre Freiwilligendienste für ihr heutiges Engagement gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung sind. Den stimmungsvollen Abschluss gestaltete Musiker Sebastian Krumbiegel mit einem Konzert. Zum ausführlichen Bericht geht’s hier.
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Katholikentag – Hab Mut. Steh auf!
Beim 104. Katholikentag in Würzburg waren die BAG K+R und ASF mit einem gemeinsamen Stand präsent und brachten ihre Perspektiven in Gespräche, Podien und Workshops ein. Im Austausch mit Vertreter*innen aus Kirche und Politik – darunter Bundesministerin Karin Prien – ging es um Rechtsextremismusprävention, historisch-politische Bildung und die Verantwortung von Kirchen in der Demokratie.
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Die BAG K+R war mit zwei Panels vertreten: In der St.-Johannis-Kirche diskutierte die ASF-Geschäftsführerin Jutta Weduwen mit der Europaabgeordneten Katarina Barley, Lisi Maier (Bundesstiftung Gleichstellung), Josephine Ballon (HateAid), Anna Klüsener (Pfadfinderinnenschaft St. Georg) und dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf darüber, wie Antifeminismus Diskursräume verengt, um Frauen sprachlos und unsichtbar zu machen. Auf einem weiteren Podium sprachen u. a. Anna-Nicole Heinrich (Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland), Dr. Reiner Haseloff MdL (Ministerpräsident a. D., Lutherstadt Wittenberg) und unser Projektleiter Henning Flad (BAG K+R) über die kirchliche Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus – moderiert wurde das Podium von Susanne Brandes (Katholischen Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt und Mitglied des Sprecher*innenrats der BAG K+R).
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Mut im Wandel: Vernetzung im Handlungsfeld Rechtsextremismus
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Vom 8. bis 10. Juni 2026 kamen die Innovationsprojekte im Handlungsfeld Rechtsextremismus im LidiceHaus in Bremen zu ihrem Vernetzungstreffen zusammen. Die Projekte werden bisher im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert. Das Vernetzungstreffen werden regelmäßig durch den Kooperationsverbund Rechtsextremismusprävention, an dem die BAG K+R seit Anfang 2020 beteiligt ist, organisiert.
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Im Mittelpunkt standen Austausch, gegenseitige Stärkung und das gemeinsame Weiterdenken unter herausfordernden Rahmenbedingungen. Besonders im Fokus stand die Unsicherheit mit Blick auf die Umstrukturierung des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ und die Frage, wie die Projekte auch künftig handlungsfähig und wirksam bleiben können.
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Gleichzeitig wurde deutlich, wie viel Kraft in der Zusammenarbeit und im kollegialen Miteinander liegt.
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2. Kommende Veranstaltungen
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Save the Date: Mitgliederversammlung
20. und 21. November 2026 in Kassel
Bitte merkt euch schon jetzt den 20. und 21. November 2026 vor: An diesen Tagen findet unsere diesjährige Mitgliederversammlung in Kassel statt. Die Geschäftsstelle steckt derzeit mitten in den Vorbereitungen und arbeitet am Programm sowie den organisatorischen Details. Alle weiteren Informationen zur Anmeldung, zum Ablauf und zum Veranstaltungsort erhaltet ihr, sobald die Planungen abgeschlossen sind. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen und einen gemeinsamen Austausch in Kassel!
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Weitere Veranstaltungen sind in Planung, die Termine werden wir zeitnah veröffentlichen.
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3. Tipps & Hinweise
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Projekt „Growing Spaces statt Lost Places“
Die Ev. Akademien in Deutschland (EAD) führen derzeit das neue Projekt „Growing Spaces statt Lost Places – Vielfältiges Engagement in strukturschwachen Räumen“ durch. Sie möchten dabei erfolgreiches Engagement für die Demokratie sichtbar machen und zugleich Handlungsoptionen gegen die rechtsextreme Strategie der „Shrinking Spaces“ erörtern. Ferner geht es darum, wie vorhandene (z. B. kirchliche) Orte zu Kristallisationspunkten für lokales Engagement transformiert werden können. Informationen und kommende Veranstaltungen finden Sie auf der Projekt-Website.
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Internationale Tagung "Religion and the Global Far Right"
29.-31. Juli 2026 an der Universität Tübingen
Vom 29. bis 31. Juli 2026 findet die internationale Konferenz „Religion and the Global Far Right“ statt. Die Tagung widmet sich den vielfältigen Verflechtungen von Religion und der extremen Rechten aus einer internationalen Perspektive und beleuchtet unter anderem Fragen zu Christentum, Islam, Judentum, Esoterik sowie transnationalen Netzwerken und politischen Strategien. Mit dabei sind unter anderem Dr. Judith Bodendörfer, Dr. Felix Schilk, Dr. Hans-Ulrich Probst und Annika Brockschmidt. Die Konferenz findet vollständig in englischer Sprache statt. Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr hier.
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Digitaler ASF-Salon – Eugenisches Denken: Wann wird Lebenswert aberkannt?
30. September 2026 via Zoom
Am 30. September 2026 um 18:00 Uhr lädt der digitale ASF-Salon zu einem Gespräch über eugenisches Denken und seine historischen wie gegenwärtigen Kontinuitäten ein. Die Veranstaltung findet online via Zoom statt. Im Mittelpunkt steht ein Gespräch mit der Historikerin Dagmar Herzog über die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde und die Frage, wie eugenische Denkweisen bis heute nachwirken. Ausgangspunkt ist ihr Buch „Eugenische Phantasmen“, in dem sie über ein Jahrhundert eugenischer Ideengeschichte nachzeichnet und die gesellschaftlichen Die Veranstaltung lädt dazu ein, über historische Verantwortung und aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen im Umgang mit Vulnerabilität, Gleichwertigkeit und Menschenrechten nachzudenken. Die Moderation übernimmt Marie Hecke (Pfarrerin am Institut Kirche und Judentum; Mitglied im Vorstand von ASF). Zu weiteren Infos und zur Anmeldung geht es hier.
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Buchtipp: Politische Theologien der Neuen Rechten - Konflikte um Deutungsmacht in Deutschland und Österreich von Philine Lewek
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Innerhalb der Neuen Rechten in Deutschland und Österreich ist eine Verschiebung zu beobachten: Während frühere extrem rechte Strömungen eher an neuheidnische Bezüge anknüpften, inszenieren sich nun zentrale Akteur*innen der Neuen Rechten und aus dem Umfeld der AfD zunehmend als christlich.
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Der Band analysiert, wie christlich-theologische Deutungen in neurechten Diskursen politisch aufgeladen und für strategische Deutungsangebote genutzt werden. Auf Grundlage von Texten aus dem neurechten Verlagsnetzwerk zeigt die Autorin, wie religiöse Bezugnahmen in ein umfassenderes politisches Programm eingebettet werden.
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Im Zentrum steht dabei auch die Frage, wie diesen politischen Theologien im Kontext aktueller Deutungskämpfe um Religion und Gesellschaft wirksam begegnet werden kann.
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Hier kann der Text heruntergeladen werden.
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Buchtipp: Katechon - Zur Wiederkehr der politischen Theologie in der Gegenwart von Volker Weiß
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Vom Tech-Milliardär Peter Thiel bis hin zum russischen Ultranationalisten Alexander Dugin – neuerdings bemühen alle ein biblisches Motiv: den Katechon. Als geheimnisvolle Kraft kann er das Böse aufhalten, seine irdische Gestalt soll wahlweise Trump oder Putin sein. Über eine Figur der politischen Theologie, mit der alles begründet, aber nichts erklärt werden kann.
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Wer ist der »Katechon«? Seit einiger Zeit verkünden rechte und religiöse Fundamentalisten, dass eine höhere Kraft den »falschen Verheißungen« des »Antichristen« entgegentrete. Diese Verlockungen gaukelten als Werte einer demokratischen und aufgeklärten Gesellschaft den Menschen Sicherheit und Stabilität vor, während sie doch in Wahrheit nur Werke des Teufels seien. Mit dem Katechon als »Aufhalter« dieses Bösen wird nun eine theologische Figur in den Dienst genommen, um die Politik der extremen Rechten zu legitimieren. Der Essay geht den Spuren des »Katechon«-Motivs bis in die Schriften des deutschen Staatsrechtlers Carl Schmitt nach. Link zur Bestellung: https://www.klett-cotta.de/produkt/volker-weiss-katechon-9783768198608-t-9503
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4. Lichtblicke - Wenn Kirche Haltung zeigt
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Beim diesjährigen Katholikentag in Würzburg haben die BAG K+R und ASF ein gut besuchtes Podium zum Thema Antifeminismus gestaltet. Gemeinsam mit Vertreterinnen aus Kirche und Zivilgesellschaft (u.a. Katharina Barley und Bischof Peter Kohlgraf) wurde darüber gesprochen, wie antifeministischen Narrativen begegnet werden kann und welche Rolle kirchliche Akteurinnen dabei einnehmen. Eine besonders ermutigende Aussage: Anna Klüsener (Bundesvorsitzende der Pfadfinderinnenschaft St. Georg) betonte auf dem Podium, dass Kirche feministisch sein kann – und ergänzte, dass auch Jesus feministisch gedacht werden könne.
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Klüsener ist außerdem Teil unserer Kampagne „Glaubenssätze – Menschen, die Haltung zeigen“, über die ihr bald mehr erfahren werdet. Fallen euch weitere Beispiele oder Momente ein, in denen Kirche die Demokratie stärkt? Beiträge für „Lichtblicke“ sind herzlich willkommen. Hinweise oder kurze Beschreibungen bitte an post@bagkr.de
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Für inhaltliche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung.
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Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus
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c/o Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
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Auguststr. 80 | 10117 Berlin
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