19 Jun 2018

Zivilcourage-Preis für Pastor Wilfried Manneke

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Pastor Wilfried Manneke aus Unterlüß im Landkreis Celle wurde gestern in Hannover mit dem Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet. Der Zentralrat der Juden in Deutschland ehrt damit den 64-Jährigen für sein mehr als 20 Jahre währendes Engagement gegen Rechtsextremismus. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. „Das ist das erste Mal, dass ich eine Auszeichnung bekomme für meine Arbeit“, sagte Manneke der Deutschen Presse-Agentur. „Dass diese vom Zentralrat der Juden kommt, ist noch mal eine besondere Ehrung.“

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Pastor Manneke engagiert sich seit 1995 gegen Rechtsextremismus. Damals schloss er sich dem „Arbeitskreis gegen Hetendorf 13“ an, der sich gegen ein Neonazi-Schulungszentrum richtete. 2009 gehörte der evangelische Pfarrer zu den Gründern des „Netzwerks Südheide gegen Rechtsextremismus“. Mit rund zehn weiteren aktiven Mitgliedern sowie 500 Unterstützern kämpft das Netzwerk seitdem gegen Rechtsextremisten in Niedersachsen.

Darüber hinaus zählte Pastor Manneke 2010 auch zu den Gründern der Initiative „Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, die ebenfalls seit Jahren mit intensiver Aufklärung und vielen Aktionen gegen Rechtsextremismus kämpft. Seit kurzem ist Pastor Manneke Vorsitzender des Sprecherrats der Initiative.

Der Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage wird seit 2009 vom Zentralrat der Juden in Deutschland in Erinnerung an seinen früheren Präsidenten Paul Spiegel sel. A. und dessen unermüdliches Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie für eine starke Bürgergesellschaft vergeben. 2016 erhielt der Verein „Gesicht Zeigen!“ den Preis. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

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