13 Jul 2017

Newsletter der BAG Kirche und Rechtsextremismus – Nummer 02, 2017

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1. Herzlich Willkommen

2. Neues aus der Geschäftsstelle

3. Herzliche Einladung zum Forum „Gegen den Hass. Die Kirchen in der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus“ am 29./30.09.2017  in Magdeburg

4. Ausblick: Veranstaltungen und Aktivitäten der BAG K+R

5. Narrt  – Netzwerk antisemitismus- und rassismuskritische Religionspädagogik und Theologie

6. Aktuelle Veröffentlichungen der BAG K+R

7. Nachbetrachtungen

8. Aus den Regionen, Landeskirchen und Diözesen

9. Empfehlenswerte Publikationen und Veröffentlichungen

10. Termine: 14. und 15. Juli – Zehnjähriges Jubiläum der „Projektstelle gegen Rechtsextremismus“, Bad Alexandersbad, Bayern

 

1. Herzlich Willkommen

Liebe Freund*innen, liebe Leser*innen,

mit unserem zweiten Newsletter im Jahr 2017 wollen wir Sie auf Veranstaltungen, die wir als BAG K+R in den kommenden Monaten planen, aufmerksam machen und informieren Sie über neue Publikationen und regionale Aktivitäten unserer Mitgliedsorganisationen und Freund*innen. Wir möchten Sie insbesondere auf unser Forum „Gegen den Hass. Die Kirchen in der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus“ am 29. und 30. September im Roncalli-Haus in Magdeburg.

Viel Spaß beim Lesen!

Auf Fragen, Anregungen und Kritik freut sich mit herzlichen Grüßen, Eure/Ihre Geschäftsstelle der BAG Kirche & Rechtsextremismus

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2. Neues aus der Geschäftsstelle

Wie bereits Anfang des Jahres angekündigt, gab es in der Geschäftsstelle einen Wechsel in der Projektleitung. Henning Flad hat zum 1.3.2017 seine Tätigkeit als Projektleiter der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus begonnen. Mit ihm wechselt auch der Arbeitsplatz der Projektleitung von Dresden nach Berlin. Er ist in seinem neuen Büro in den Räumen unserer Mitgliedsorganisation Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Chausseestraße in Berlin unter der Mailadresse projektleitung@bagkr.de zu erreichen.

Kristina Herbst ist in der Geschäftsstelle der BAG K+R weiterhin für Ihre und Eure Anliegen per Mail und telefonisch erreichbar:

Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus

c/o Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.

Auguststr. 80

10117 Berlin

Tel: 030 / 28395 – 178

post@bagkr.de

 

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3. Einladung zum Forum „Gegen den Hass. Die Kirchen in der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus“, 29.-30.9.2017 in Magdeburg, Roncalli-Haus

Im September findet in Magdeburg unsere wichtigste Veranstaltung in diesem Jahr statt. Wir möchten Sie und Euch ganz herzlich zu unserem Forum „Gegen den Hass. Die Kirchen in der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus“ am 29. und 30. September im Roncalli-Haus einladen.

In Deutschland hat sich eine neue rechte Bewegung  etabliert. Sie verbindet Rassismus mit antidemokratischen Ressentiments und ist anschlussfähig bis in die Mitte der Gesellschaft. Die Wahlerfolge der AfD im gesamten Bundesgebiet sind dafür ebenso Beleg, wie die anhaltende Präsenz von PEGIDA und ähnlichen Akteur*innen. Für die Kirchen und  ihre Einrichtungen stellt diese gesellschaftliche Situation eine große Herausforderung dar: Die Ziele der Neuen Rechten stehen in direktem Widerspruch zu kirchlichem und  zivilgesellschaftlichem  Engagement für geflüchtete Menschen und für eine offene Gesellschaft. Gleichzeitig finden vermehrt Angriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte statt. Zunehmend sind dabei auch Unterstützer*innen der Geflüchteten einer von Hass geprägten gesellschaftlichen Stimmung ausgesetzt.

Das Forum soll kurz nach der Bundestagswahl 2017 einen überregional vernehmbaren Kontrapunkt zu rechtspopulistischen Positionen setzen. Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich auszutauschen, zu informieren, sich gegenseitig zu ermutigen und gemeinsam eine gute Praxis gegen den Hass zu entwickeln.

Das Forum wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche + Rechtsextremismus, dem Bistum Magdeburg, der AG Kirche und Rechtsextremismus der EKM, Miteinander e.V., Projekt „Kompetent für Demokratie“ der KEB Sachsen-Anhalt e.V., BDKJ Diözesanverband Magdeburg und der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg veranstaltet.

Wann: 29.09.2017, 19:30 Uhr – 30.09.2017, 18:00 Uhr

Wo: Roncalli-Haus, Magdeburg

Anmeldung: Anmeldeformular (verbindliche Anmeldung nur online über das Anmeldeformular möglich)

Anmeldefrist: Die Frist für eine Anmeldung mit Übernachtung endet am 6. September. Die Frist für eine Anmeldung ohne Übernachtung endet am 14. September. Die Anzahl der Zimmer und der Teilnehmer*innen ist begrenzt.

Der Flyer mit dem detaillierten Programm der Veranstaltung und weiteren Informationen ist hier zu finden.

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4. Ausblick: Veranstaltungen und Aktivitäten der BAG K+R 2017

Weltausstellung Reformation in Wittenberg – r2017

Im Rahmen der Weltausstellung Reformation in Wittenberg finden von Mai bis September verschiedene Themenwochen mit einer Vielzahl von Veranstaltungen in Wittenberg statt. Auch die BAG K+R ist vertreten und bietet in der Themenwoche „Menschenrechte“ zwei Veranstaltungen an:

27.07.2017 – 14:00 Uhr-15:00 Uhr

Vortrag und Diskussion: „Die Kirchen in der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus“

Referent: Henning Flad (Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche + Rechtsextremismus)

Ort: denkbar. Der Laden, Collegienstraße 30, 06886 Lutherstadt Wittenberg

29.07.2017 –  10.30 Uhr-12.15 Uhr

Workshop: „Das wird man doch noch sagen dürfen…“ – Umgang mit rechtspopulistischen Positionen;

Referentin: Petra Schickert (Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche + Rechtsextremismus)

Ort: Leucorea, Collegienstraße 62, 06886 Lutherstadt Wittenberg

Weitere Informationen finden Sie hier.

Vollversammlung der BAG K+R am 29.09.2017

Am 29. September findet im Roncalli-Haus in Magdeburg zwischen von 14 bis 18 Uhr die diesjährige Vollversammlung der BAG K+R statt. Die Vollversammlung setzt sich aus Vertreter*innen der Mitgliedsorganisationen zusammen und ist das höchste beschlussfassende Gremium der BAG K+R. Bei Interesse an der Vollversammlung nehmen Sie bitte Kontakt mit unserer Geschäftsstelle auf.

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5. Narrt – Netzwerk antisemitismus- und rassismuskritische Religionspädagogik und Theologie

Die neue Website unseres Kooperationspartners „Netzwerk antisemitismus- und rassismuskritische Religionspädagogik und Theologie (Narrt)“ ist unter www.narrt.eaberlin.de online gegangen. Die Website hat das Ziel, vorhandenes Arbeitsmaterial in Religionspädagogik und Theologie zur Verfügung zu stellen und neues zu entwickeln, um mit christlicher Begrifflichkeit rassistischen und antisemitischen Selbstbildern und Gesellschaftsvorstellungen etwas entgegen zu setzen. Außerdem soll die Website auch dazu dienen, Ressourcen zu bündeln und voneinander und miteinander zu lernen.

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6. Aktuelle Veröffentlichungen der BAG K+R

Infoflyer: Rechtspopulismus – Was können die Kirchen tun?“

Im Mai ist ein neuer Infoflyer der BAG K+R zum Thema Rechtspopulismus erschienen. Der Flyer schärft insbesondere den Begriff Rechtspopulismus und beschreibt zentrale Erscheinungsformen des Phänomens. Zusätzlich werden mögliche Elemente einer christlichen Haltung zu Rechtspopulismus und Hinweise zum Umgang in Gemeinden und Kirchen vorgestellt. Der Flyer  ist in der Printversion in der Geschäftsstelle der BAG K+R unter post@bagkr.de kostenlos bestellbar (bei größeren Stückzahlen gegen Verpackungs- und Versandkosten ). Er steht darüber hinaus unter diesem Link zum Download zur Verfügung.

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7. Nachbetrachtungen

Kongress der Allianz für Weltoffenheit am 4.5.2017, Köln

In Köln fand Anfang Mai ein Kongress der Allianz für Weltoffenheit statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit mehreren Hundert Teilnehmenden stand die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus. Beteiligt waren unter anderem der DGB, die Kirchen, der BDA, der Zentralrat der Muslime sowie der Zentralrat der Juden. Die BAGK+R präsentierte sich mit einem Infostand, einem Vortrag im Plenum sowie einem Workshop.

Nachbetrachtung „Deutscher Evangelischer Kirchentag 2017“

Ein gelungener und erfolgreicher Evangelischer Kirchentag in Berlin liegt hinter uns. Im Rahmen des Kirchentages war die BAG K+R mit einem Messestand beim Markt der Möglichkeiten, drei Workshops im Zentrum Jugend sowie einer Podiumsdiskussion zum Stand der Aufarbeitung im NSU-Komplex präsent. Die Workshops zu den Themen Integration/Geflüchtete, Rassismuskritik im Konfirmand*innenunterricht und Rechtspopulismus in der Gemeinde waren sehr gut besucht und auch die Diskussion zum NSU stieß auf reges Interesse.

Unter dem Motto „Ohne Angst verschieden sein“ haben wir Besucher*innen beim Markt der Möglichkeiten dazu eingeladen, sich vor unserer Fotowand mit einem Statement fotografieren zu lassen. Dadurch sind viele interessante Gespräche und tolle Fotos zum Thema Vielfalt entstanden. Einen Einblick von unserer Aktion finden Sie hier auf unserer Facebook-Seite.

Wir freuen uns schon jetzt auf den Katholikentag nächstes Jahr in Münster und auf den Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund und werden mit Ständen und Veranstaltungen präsent sein.

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8. Aus den Regionen, Landeskirchen und Diözesen

Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)

Den Vortrag von Bischof Dr. Dr. h.c. Markus Dröge mit dem Titel „Was haben wir Christen, was  hat die Evangelische Kirche, dem wachsenden Rechtspopulismus entgegenzusetzen?“ von der Kreissynode des Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf am 25. März 2017 können Sie hier nachlesen.

Der Beitrag von Henning Flad bei der gleichen Veranstaltung steht hier online.

Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

Pressebericht 4. Forum „Kirche und Rechtsextremismus im Norden“ vom 23.-24. Juni 2007 in Parchim zum Thema „Dialog und Position – Was brauchen wir in der politische Auseinandersetzung?“

Gut 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und sogar Großbritannien reisten zum Forum „Kirche und Rechtsextremismus im Norden“ ins Edith-Stein-Haus nach Parchim. Dieses wurde von einem breiten Kreis aus verschiedenen Akteur*innen in der Nordkirche, dem Erzbistum Hamburg und der Politischen Bildung vorbereitet. Kurz vor der Bundestagswahl widmete sich die Studientagung dem Thema: „Dialog und Position. Was brauchen wir in der politischen Auseinandersetzung?“ Im Mittelpunkt standen Dialog- und Konfliktfähigkeit in den aktuellen politischen Debatten. Im ersten Tagungsteil provozierte ein kurzes Theaterstück zum Austausch über methodisch angemessene Wege der Auseinandersetzung mit kontroversen Positionen. Kritische Impulse aus der Vorbereitungsgruppe luden ebenso wie biblische Inspirationen zur Selbstreflexion ein. Am zweiten Tag ging es nach einem fulminanten Vortrag des Rostocker Theologieprofessors Dr. Eckart Reinmuth über neutestamentliche Perspektiven auf Gewalt um die eigene Positionierung in der aktuellen gesellschaftlichen Situation und in der kirchlichen Arbeit. Impulse dazu lieferte ein von Nirmala Krieger aus Eckernförde geleiteter Workshop zum Thema Alltagsrassismus ebenso wie ein eher praktisch verorteter Crashkurs im Improvisationstheater des Lübecker Schauspielers Manfred Upnmoor. In einer abschließenden Plenumsrunde wurde abermals die Bibel als wichtige Referenz beim Nachdenken über den Beitrag von Christ*innen im Spannungsfeld zwischen Dialog und Position bestätigt.

Das Forum wurde veranstaltet von der Evangelischen Akademie der Nordkirche, dem Referat Friedensbildung der Nordkirche,  St. Nicolai-Kirchengemeinde Eckernförde, Gedenkstätte Lutherkirche, Kirchenkreis Lübeck Lauenburg, Regionalzentren demokratische Kultur in Stralsund und in Rostock, „Kirche stärkt Demokratie“ für die Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern, Erzbischöfliche Stiftung Lübecker Märtyrer.

Baden-Württemberg

Neues Bündnis in Württemberg gegründet: Bündnis Kirche für Demokratie und Menschenrechte in Württemberg (bkdmwü) Das Bündnis Kirche für Demokratie und Menschenrechte in Württemberg (bkdmwü) ist ein Zusammenschluss von engagierten Menschen, Gemeinden, Initiativen und Einrichtungen aus Kirche und Gesellschaft. Das Bündnis hat sich im Mai 2017 als Ergebnis einer Langzeitfortbildung mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. und der BAG K+R gegründet. Weitere Informationen zum Selbstverständnis und zu den Zielen des Bündnisses sind im Flyer zu finden.

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9. Empfehlenswerte Publikationen und Veröffentlichungen

Buchtipp: Heike Kleffner/ Matthias Meisner (Hg.): „Unter Sachsen. Zwischen Wut und Willkommen.“ Sind die sogenannten sächsischen Verhältnisse mit der Pegida-Bewegung und den vielen rechten Gewalttaten ein auf den Freistaat begrenztes Phänomen? Oder muss die zunehmende Radikalisierung der gesellschaftlichen Mitte als Vorbote künftiger politischer Veränderungen in ganz Deutschland verstanden werden? Die Frage „Warum Sachsen?“ wird von vielen gestellt. In diesem Buch begeben sich über 40 Autorinnen und Autoren auf die Suche nach Antworten.

Volker Weiss: „Die autoritäre Revolte“ (2017) Volker Weiss beschreibt auf der Basis einer enorm guten Quellenkenntnis die mehr oder minder intellektuellen Diskurse in verschiedenen neurechten und rechtspopulistischen Medien, ihr Zusammenwirken mit Akteuren wie PEGIDA, und vor allem auch ihre ideengeschichtlichen Anknüpfungspunkte an zentrale Vordenker der Konservativen Revolution wie Carl Schmitt und Arthur Moeller van den Bruck. Diese Veröffentlichung ist das vielleicht wichtigste Buch über die deutsche Rechte der letzten Jahre.

Broschüre zur interkulturellen Öffnung für Pädagog*innen im Kita-Bereich In der Broschüre „Ist die Kita ein Schutzraum vor Gesellschaft und Politik? – Ein Praxisratgeber des Kulturbüro Sachsen e.V. zur interkulturellen Öffnung für Pädagog*innen im Kita-Bereich“ präsentiert die Fachstelle Jugendhilfe des Kulturbüro Sachsen e.V. die Ergebnisse aus der Arbeit mit Pädagog*innen und Eltern im Kita-Bereich. Sie ist online abrufbar unter diesem Link.

Broschüre von Wohlfahrtsverbänden über Rechtsextremismus erschienen Unter Beteiligung von Diakonie und Caritas erschien im Frühsommer 2017 eine Broschüre mehrerer Wohlfahrtsverbände zum Umgang mit Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus in der Sozialen Arbeit. Die Broschüre finden Sie hier.

Heft zur Interkulturellen Woche Das Heft zur diesjährigen Interkulturellen Woche mit dem Titel „Vielfalt verbindet“ mit vielen Beiträgen zu den Themen Vielfalt, Rassismus und Diskriminierung ist hier als online-Dokument zu finden und kann auch auf der Homepage www.interkulturellewoche.de bestellt werden. Auf Seite 50f. ist ein Beitrag von Dr. Christian Staffa (Mitglied des Sprecher*innenrats der BAG K+R) mit dem Titel „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht … oder?“ zu finden. Einen Auszug der Handreichung der BAG K+R „Impulse für den Umgang mit Rechtspopulismus im kirchlichen Raum“ finden Sie auf Seite 54f.

Expertise zum Verhältnis der AfD und der katholische Soziallehre veröffentlicht Das Institut für Christliche Sozialwissenschaften der Westfälische Wilhelms-Universität Münster veröffentlichte eine Expertise „Grundpositionen der Partei ‚Alternative für Deutschland‘ und der katholischen Soziallehre im Vergleich“. Sie ist hier zu finden.

Bericht des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus erschienen Ende April erschien der Bericht des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus des Deutschen Bundestages. Der Expertenkreis, der sich im Jahr 2015 basierend auf einem Beschluss des Bundestags (2013) konstituiert hat, hat den Auftrag, in regelmäßigen Abständen einen Bericht zum Antisemitismus in Deutschland zu erstellen und dabei auch Empfehlungen auszusprechen, wie Antisemitismus durch Präventionsprogramme weiter bekämpft werden kann. Der Bericht enthält unter anderem die Empfehlungen, eine*n Antisemitismusbeauftragte*n zu berufen, eine Bund-Länder-Kommission einzurichten und Träger der Antisemitismusprävention dauerhaft zu fördern.  Der gesamte Bericht kann hier eingesehen werden.

Ein offener Brief von Amadeu-Antonio Stiftung, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. und weiteren deutschen Nichtregierungsorganisationen, in dem der Bundestag aufgefordert wird, die Empfehlungen des Berichts umzusetzen, ist hier zu finden.

Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusse des Bundestags vorgelegt Der 2. NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags hat Ende Juni seinen Abschlussbericht zu den Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ und dem damit zusammenhängenden Versagen der deutschen Sicherheitsbehörden vorgelegt. Der Abschlussbericht ist hier zu finden.

Filmtipp „Das ist unser Land!“ Am 24. August 2017 kommt das französische Politdrama „Das ist unser Land!“ (Originaltitel: „Chez nous!“) auch in die deutschen Kinos. Der Film löste in Frankreich im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen öffentliche Debatten aus, da sich die fiktiven Akteur*innen offensichtlich auf den „Front National“ und dessen Kandidatin Marine Le Pen beziehen. Der Film handelt von einer Krankenschwester aus dem strukturschwachen Norden Frankreichs, die sich von rechtspopulistischer Agitation vereinnahmen und schließlich überreden lässt, für die rechtsextreme Partei „National-patriotischen Vereinigung“ als Bürgermeisterin zu kandidieren. Der Film erzählt dabei auch von dem strategischen Versuch der Partei, sich nach außen von allzu offenkundig rechtsextremen Parolen und Akteur*innen abzugrenzen und sich ein neues positives Image zu verschaffen. Gleichzeitig werden aber inhaltliche und personelle Verstrickungen zur rechtsextremen Szene deutlich. Weitere Informationen zum Film unter diesem Link.

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10. Termine: 14. und 15. Juli – Zehnjähriges Jubiläum der „Projektstelle gegen Rechtsextremismus“, Bad Alexandersbad, Bayern

Die Stadt Wunsiedel begann im Jahr 2002, sich ernsthaft den jährlichen Aufmärschen von Rechtsextremen zum Gedenken an Rudolf Hess entgegen zu stellen. Im Jahr 2003 wurde ein Bombenanschlag auf die Grundsteinlegung der Münchener Synagoge vereitelt. Dies führte 2005 zur Gründung des Bayerischen Bündnisses für Toleranz.

Vor genau zehn Jahren, im Jahr 2007, beschloss das Bündnis für Toleranz in enger Absprache mit der Stadt Wunsiedel, seine Geschäftsstelle im Evangelischen Bildungszentrum Bad Alexandersbad einzurichten und dort eine „Projektstelle gegen Rechtsextremismus“ anzusiedeln. In diesem Jahr kann die Projektstelle auf zehn Jahre erfolgreichen Wirkens zurück blicken.

Dieses Jubiläum soll Anlass genommen werden, gemeinsam Bilanz zu ziehen und Personen zu würdigen, die für diese Entwicklung stehen. Gleichzeitig wollen wir uns aber auch aktuellen Herausforderungen stellen und diese diskutieren. Wir laden Sie und Euch deshalb herzlich ein!

Am Freitag, den 14. Juli 2017 findet von 15.30 bis 18.30 Uhr in Wunsiedel die erste öffentliche Veranstaltung in der Fichtelgebirgshalle statt. Ein Mitstreiter der ersten Stunde, Dr. Michael Kohlstruck aus Berlin, wird einen Vortrag halten über Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und die Auseinandersetzung damit in ländlichen Räumen. Im Anschluss sollen die fünf besten, schönsten und originellsten Maibäume für Toleranz Bayerns gekürt werden. Schließlich soll gemeinsam mit dem EKD-Ratsvorsitzenden, dem Sprecher des Bündnisses für Toleranz, Dr. Heinrich Bedford-Strohm, die bisher geleistete Arbeit gewürdigt werden.

Am Samstag, den 15.Juli 2017 soll sich ein Seminar am Vormittag von 9.00 bis 12.00 Uhr im Evangelischen Bildungszentrum Bad Alexandersbad mit spezifischen Fragestellungen der Arbeit gegen die extreme und populistische Rechte in ländlichen Räumen widmen – danach sind alle herzlich zum Mittagessen eingeladen. In drei Arbeitsgruppen soll diskutiert werden, wie sich „das Ländliche“ in historischer Hinsicht, in der Jugendarbeit und in Bezug auf Geflüchtete auf die Arbeit für Toleranz, Demokratie und Vielfalt auswirkt.

Für die Teilnahme am Seminar am Samstagvormittag bitten wir herzlich um kurze Anmeldung in der Projektstelle bei Frau Susanne Webersinke unter webersinke@ebz-alexandersbad.de. Es werden keine Seminargebühren erhoben!

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Impressum

Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus

c/o Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.

Henning Flad

Auguststr. 80

10117 Berlin

Deutschland

030 / 28395 – 184

post@bagkr.de

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