16 Mai 2017

Die BAG K+R auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin

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Auch dieses Jahr ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus beim Kirchentag mit vielfältigen Angeboten in Berlin und Leipzig dabei.

Auf dem Markt der Möglichkeiten (Messe Berlin, Halle 1.2a rechts, Standdnummer: 1.2-I18) ist die BAG K+R wie gewohnt mit einen Stand vertreten. Dort finden Sie neben einer Fotowand auch viele interessante Materialien und Publikationen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und auf gute Gespräche!

Am Freitag, den 26. Mai (15:30Uhr -16:15 Uhr) laden wir Sie herzlich zu unserer Diskussionsveranstaltung „Ich will die Wahrheit“ – zum Stand der Aufarbeitung im NSU-Komplex mitten im Marktgeschehen ein.

Mit: Petra Pau (Die LINKE), Obfrau im NSU-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags; Antonia von der Behrens, Nebenklagevertreterin im NSU-Strafprozess; Heike Kleffner, Journalistin

Thema: Die politische und juristische Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU)

Ort: Halle 1.2b, Bühne

 

Auch im Zentrum Jugend am Anhalter Bahnhof in Berlin bieten wir drei Workshops an:

Do. 25.5.2017, 11-13:30 Uhr

Jugendplanspiel Integration & Schule

Was weißt Du über Geflüchtete? Kennst Du selber welche? Hast Du in der Schule mit Ihnen zu tun? In unserem Planspiel-Workshop geht es darum, wie man mit jungen Geflüchteten in der Schule umgehen kann. Dabei versetzt Du Dich in die Rolle von jemandem, der an einer Schule ist, die geflüchtete Jugendliche aufgenommen hat. Du machst die Figur mit Deinen eigenen Ideen lebendig. Weil Du dynamisch mit anderen Spielern interagierst, wird das Planspiel sehr spannend werden. Du lernst, welche Ansichten es über die Situation der Geflüchteten in Deutschland gibt und wie die Fakten hinter Gerüchten und Meinungen aussehen. Mindestalter 14 Jahre

Referent: Renke Theilengerdes, Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Rheinland-Pfalz, LSJV Rheinland-Pfalz

Ort: St. Lukas, 1.OG, Gemeindesaal, Bernburger Str. 5, Kreuzberg

 

Fr. 26.5.2017, 12-13 Uhr

Workshop: Rechtspopulismus und Ausgrenzung in Kirchengemeinden – was tun?

Rechtspopulistische Erscheinungen in Form von Äußerungen und Zustimmung zu rechten Positionen sowie Mitgliedschaft in rechtspopulistischen Parteien und Organisationen haben längst auch die Kirchgemeinden erreicht. Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Welche Strategien im Umgang haben sich bewährt? Gemeinsam wollen wir in diesem Workshop ausgehend von einem Blick auf die Vielzahl rechtspopulistischer Erscheinungen Handlungsmöglichkeiten erarbeiten.

Referentin: Dr. Petra Schickert, SprecherInnenrat der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus, Berlin

Ort: St. Lukas, 1.OG, kleiner Saal, Bernburger Str. 5, Kreuzberg

 

Sa. 27.5.2017, 11-12 Uhr

Workshop: Vor Gott sind alle Menschen gleich? Konfirmand*innenarbeit rassismuskritisch beunruhigt

Konfirmation als Praxis christlicher Identitätsfindung wirft Fragen auf, schließlich bedeutet Konfirmation auch „Befestigung“. Im Workshop greifen wir eine der Herausforderungen auf und setzen uns mit den möglichen Zusammenhängen von Rassismus und Konfirmation als Befestigungspraktiken auseinander. Rassismus schafft und befestigt ein „Wir“ – im Gegenüber zu denen, die als körperlich, kulturell oder religiös „anders“ imaginiert werden. Im Workshop stellen wir einige Perspektiven der Rassismuskritik vor, die untersuchen, in welcher Weise Individuen, Gruppen und Institutionen von Rassismen durchzogen sind. Wir gehen dabei auch der Frage nach, was Konfirmation bedeuten könnte, wenn sie als Befestigung in der Beunruhigung über unser Zusammenleben verstanden wird: Konfirmand*innenarbeit würde dann versuchen, rassistische Unterscheidungen zwischen „uns“ und „den Anderen“ zu befragen und nach Denk- und Lebensweisen zu suchen, von denen weniger Gewalt ausgeht.

Referent*innen: Dominik Gautier, ev. Theologe, Oldenburg; Dr. Ulrike Lingen-Ali, Pädagogin, Oldenburg

Ort: St. Lukas, 1.OG, kleiner Saal, Bernburger Str. 5, Kreuzberg

 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kirchentag unterwegs“ gibt es in der Moritzbastei, Universitätsstraße 9, Leipzig am Samstag, den 27. Mai 2017 von 20 bis 21.30 Uhr unter dem Titel: „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Wann sich Gespräche über Vorurteile gegenüber Geflüchteten lohnen“ einen Gesprächsabend mit Karl-Heinz Maischner  (AG Kirche für Demokratie und Menschenrechte), Friedemann Bringt (Bundesverband Mobile Beratung) und Petra Schickert (Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus). Diskutiert werden unterschiedliche Perspektiven auf das Thema Dialog.

 

 

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