03 Jul 2015

Nächstenliebe als politische Praxis. Christliches Engagement gegen Minderheitenfeindlichkeit und Rechtsextremismus

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3. bundesweite Ost-West-Konferenz am 28. und 29. November 2013 in Saalem

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Konferenzdokumentation

Wirksame Strategien der Erwachsenenbildung gegen Alltagsrassismus und Rechtsextremismus

Reflexion zur 3. Bundesweiten Fachkonferenz „Nächstenliebe als politische Praxis. Christliches Engagement gegen Minderheitenfeindlichkeit und Rechtsextremismus” am 28./29. 11. 2013 in Saalem

MansarayDie Ost-West-Konferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus 2013 widmete sich schwerpunktsmäßig dem Thema der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit innerhalb christlicher Strukturen. Soziologische Forschungsergebnisse ergeben immer wieder einen signifikanten Anteil an rassistischen, antisemitischen sowie antimuslimischen Einstelllungen bei Christenmenschen. Hierüber zu diskutieren und Lösungsstrategien zu entwickeln und vorzustellen, war die Aufgabe dieser Konferenz.

Inhaltlich eingeführt wurde durch einen Vortrag der im kirchlichen Bereich tätigen Antirassismustrainerin aus Großbritannien, Bev Thomas, die über Rassismuserfahrungen in ihrer Arbeit berichtete. Ihr Vortrag stand im Zeichen des 50. Jahrestages der weltberühmten Rede „I have a dream“ von Martin Luther King. Die Frage nach Traum und Wirklichkeit im 21. Jahrhundert wurde auch in der anschließenden Diskussionsrunde u.a. mit Joachim Kirchhoff, Mitglied der gemeinsamen AG REX der Erzdiözesen Hamburg und Berlin, Dr. Andreas Tietze, Präses der Landessynode der Nordkirche und Oberkirchenrat Andreas Flade fortgesetzt. Hierbei wurde ein besonderes Augenmerk auf die Situation in ländlichen Regionen gelegt.

Der zweite Konferenztag begann mit einer Andacht bei der den Opfern rassistischer und rechtsextremer Gewalttaten und Morden in Mecklenburg-Vorpommern gedacht wurde. Anschließend wurde in sieben verschiedenen Arbeitsgruppen die Frage der Nächstenliebe als politische Praxis an unterschiedlichen Themen vertieft.

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 Grußwort von Landesbischof Gerhard Ulrich

Plenarsaal Ich freue mich, dass die 3. bundesweite Ost-West-Konferenz diesmal im Bereich der Nordkirche stattfindet. Eine sehr junge Kirche, die sich gerade erst aus dem Zusammenschluss dreier selbständiger Landeskirchen gebildet hat und in der wir anfangen, miteinander und voneinander zu lernen – auch was die Erscheinungsformen und die Präsenz der rechtsextremen Szene in den einzelnen Bundesländern betrifft.

Die Evangelischen Kirchen in Mecklenburg und Pommern haben sich zusammen mit anderen demokratischen Gruppen und Institutionen schon seit Längerem intensiv dem „Kampf gegen Rechts“ gestellt. Und das wird für uns – nun als Nordkirche – weiterhin eine große Aufgabe bleiben, nicht zuletzt, weil bei der Landtagswahl 2011 in Mecklenburg- Vorpommern die NPD mit sechs Prozent der Stimmen erneut in das Landesparlament eingezogen ist – dem einzige Bundesland neben Sachsen.

Die Rechtsextremisten fordern den Rechtstaat heraus – für ihn gilt es, gemeinsam zu kämpfen! Es ist eine herausragende Aufgabe für uns als Kirche, zu bilden, zu informieren, ökumenisch zu argumentieren und theologisch zu reflektieren. Wir müssen verstehen und weitervermitteln, welche gesellschaftlichen Hintergründe eine Rolle spielen. Und: staatliche und kommunale Stellen einbeziehen – über die Landesstelle für Politische Bildung hinaus! Eines ist klar: Das christliche Menschenbild, der ökumenische Gedanke und unser theologischer Auftrag widersprechen der rechtsextremistischen Ideologie. Unser Kreuz hat keine Haken!

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Abschlussrunde

Die Tagung wurde durch drei Personen nicht deutscher Herkunft begleitet und beobachtet. Diese BeobachterInnen waren am Ende der Konferenz dazu aufgefordert ihre Eindrücke über die Konferenz den Teilnehmenden mitzuteilen. Die Eindrücke der BeobachterInnen sind der angefügten Audiodatei zu entnehmen:

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